10. September 2018

Todesursache Herzversagen

Wenn politische Häftlinge in Dikaturen totgeschlagen werden, steht im Totenschein Altersschwäche oder Herzversagen. Der „Tod durch Herzversagen“ dient als bitter-ironische Umschreibung von Tötungsverbrechen aller Art. Aus dem Begriff spricht die selbstgefällige Verharmlosung der Tat durch ihre Täter selbst. Es ist deshalb besonders unglücklich, aber auch signifikant, wenn die Volksstimme zu den Ereignissen von Köthen titelt: „Opfer in Köthen starb an Herzversagen“ (https://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt/nach-todesfall-opfer-in-koethen-starb-an-herzversagen). Die Wahrheit ist: Ein Deutscher wurde von zwei Afghanen totgeschlagen. Möglicherweise war „Herzversagen“ die medizinische Letztursache – ein unscharfer Sammelbegriff für eine Reihe von Phänomenen. So gesehen stirbt niemand an Schlägen, sondern immer nur an inneren Blutungen oder Organversagen. Indem der Titel nur die medizinische Letztursache benennt, lenkt er von dem ab, was die eigentliche Ursache des „Herzversagens“ und damit des Todes war: Der Angriff von zwei völlig enthemmten afghanischen Schlägern, von denen der eine schon wegen Körperverletzung vorbestraft ist. Die Todesursache „Herzversagen“ wird so zum Ausdruck schäbiger […]
29. März 2018

Was heißt Sozialpatriotismus? Der Fall „Tank und Rast“

Mit der Begründung „Pecunia non olet – Geld stinkt nicht“ soll der römische Kaiser Vespasian (gest. 79 n. Chr.) seinerzeit die Einführung einer Toilettensteuer verteidigt haben. Die Zustände an unseren Autobahnraststätten lassen sich nicht so einfach rechtfertigen. Ein Euro kostet dort die Verrichtung des Bedürfnisses, das eigentlich niemand versagt werden kann und das man deshalb auch das „menschliche“ nennt. Für den Euro spuckt der Automat am Drehkreuz eine Quittung aus, die zugleich einen Einkaufsbon über 50 Cent darstellt, der aber erst ab einem Mindesteinkaufswert von 2,50€ in den Geschäften drumherum eingelöst werden kann. Es handelt sich also um einen Rabatt von maximal 20% auf Waren die mindestens 100% überteuert sind, denn die Preise in diesen Geschäften sind obszön. Das Ganze heißt dann zu allem Überfluß „Sanifair“. Man hätte es im Jargon besser „Piss once – Pay twice“ nennen sollen, dann fair ist daran gar nichts, und es stinkt gewaltig, wie […]
22. Februar 2018

Pazderskis Ablenkungsmanöver

Nach der Lektüre von Pazderskis Strategiepapier „Politik aktiv gestalten“ stellte sich mir nur eine echte Frage: Was richtet mehr Schaden an, die Aufmerksamkeit durch eine öffentliche Erwiderung oder ein Beschweigen, das als Geltenlassen mißverstanden werden könnte? Ich entschied mich für die Erwiderung, weil die Schrift unattraktiv ist, Aufmerksamkeit ihr also nicht nützt, und weil sie unaufrichtig argumentiert und Unaufrichtigkeit aufzudecken in keinem Fall schadet.
7. Februar 2018

Des feigen Jägers scheues Reh

Es gibt politische Debatten, die haben etwas von Ritualen. Wer glaubt, die Sache sei ausdiskutiert, sobald alle Argumente ausgetauscht sind, irrt sich. Ein Stichwort genügt, und es geht wieder los. Wie Ebbe und Flut kommt und geht die Debatte. Dazu gehört auch das Folgende. Hat doch ein gewisser Frank Christian Hansel mir tatsächlich in einem kurzen Beitrag auf seiner Homepage nichts weniger vorgeworfen als, ich sei ein politischer Depp, weil ich einen Kurs befürworte, der die Wähler verschrecke. Nachzulesen ist das Ganze hier: http://frank-hansel.de/antwort-auf-die-frage-von-hans-thomas-tillschneider-patriotische-plattform-was-ist-schlimmer-merkel-oder-einer-der-neger-sagt
18. Januar 2018

VOLKSVERDUMMUNG

  Die Wahlerfolge der AfD haben etwas verdeutlicht, was man die symbolische Struktur des Politischen nennen könnte. Indem wir über Masseneinwanderung und Islamisierung sprechen, verhandeln wir immer auch das Problem der deutschen Souveränität, das Scheitern unserer Demokratie, die Sozialpolitik und im Grunde alle anderen Politikfelder. Masseneinwanderung und Islamisierung stehenals sinnlich-greifbare Themen emblematisch für einen politischen Kontext, der durch Selbstaufgabe, Souveränitätsverlust und ein Agieren gegen die Interessen des Volkes, insbesondere des eigenen, gekennzeichnet ist. So kann mit gutem Recht in einer Stadt, in der es kaum Muslime gibt, gegen Islamisierung demonstriert werden. Und so kann sich jahrzehntelang aufgestauter sozialer Frust im Wahlerfolg einer Partei entladen, die noch gar kein sozialpolitisches Programm hat.  
6. Januar 2018

DER HAT „NEGER“ GESAGT!

Um zu ermessen, wie weit wir schon im Sumpf der politischen Korrektheit versunken sind, reicht folgender Hinweis: 1999 durfte in der vom Staatsfunk produzierten und ausgestrahlten Serie „Unser Lehrer Doktor Specht“ der Schauspieler Robert Atzorn alias Dr. Specht den Begriff „Neger“ verteidigen und gegen die politische Korrektheit wettern, was das Zeug hält (https://www.youtube.com/watch?v=rom-gYPm-4w). Nur knapp 20 Jahre später gerät ausgerechnet in einer dezidiert migrationskritischen und gegen die politische Korrektheit gerichteten Partei ein Bundestagsabgeordneter massiv unter Druck, weil einer seiner Mitarbeiter in einem Tweet den Sohn von Boris Becker „Halbneger“ genannt haben soll.
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