Auf dem Stuttgarter Programmparteitag der AfD hat eine große Mehrheit der Mitglieder beschlossen, die Unterstützung für einen „liberalen“ Islam aus dem Programm zu nehmen. Ich selbst habe damals vorgetragen, daß ein solcher Islam weder Aussichten auf Erfolg hat noch wünschenswert ist. https://www.youtube.com/watch?v=7WLq1GMLUeQ

Die Berliner AfD hat sich nun kurzerhand über diesen Beschluß hinweggesetzt und beschlossen, ein islamisches Reformprojekt, die sog. „Goethe-Ibn-Rushd-Moschee“, zu unterstützen. https://www.welt.de/politik/deutschland/article171147507/Moralisch-nicht-legitimiert-Aerger-ueber-AfD-Solidaritaet-mit-liberaler-Moschee.html Ein eklatanter Verstoß gegen die programmatischen Grundsätze der AfD!

Einen liberalen Islam kann nur wollen, wer will, daß der Islam zu Deutschland gehört. Und wer will, daß der Islam zu Deutschland gehört, der will die multikulturelle Gesellschaft. So ist es auch nur konsequent, wenn das gesamte Altparteienestablishment Reformbestrebungen im Islam fördert, wo es kann. Sollten wir uns davon nicht abheben? Wollen wir, daß der Islam zu Deutschland gehört? Wollen wir die multikulturelle Gesellschaft?

Nein, wir wollen all das nicht! Wir sind die einzige Partei, die sich mit fetten Lettern ins Grundsatzprogramm geschrieben hat: Der Islam gehört nicht zu Deutschland! Wer einen liberalen Islam fördert und sich hinter ein Moscheeprojekt stellt, das den unsinnigen Namen „Goethe-Ibn-Rushd“-Moschee trägt, der handelt gegen die Generallinie unserer Islamprogrammatik.

Wir betreiben nicht in erster Linie Islamkritik, sondern Islamisierungskritik. Wir wollen den Islam in Deutschland in seine Schranken weisen, versuchen aber nicht, einen liberalen Islam heranzuzüchten. Das ist ein klassisches Anliegen der Linken, weshalb, wie Lukas Mihr, richtig feststellt, Islamkritik links sein muß: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/warum-islam-kritik-links-sein-muss/.

Überlassen wir den multikultikompatiblen Islam den Grünen, der FDP, der SPD und allen sonstigen Linksliberalen. Wir fordern: Nein zu Multikulti! Nein zu Globalisierung! Nein zur Islamisierung des Abendlandes, ganz gleich, ob ein orthodoxer Islam oder ein Islam nach Geschmack von Cem Özedmir und Jürgen Trittin. Das ist der Grundsatz unserer Islampolitik. Dahinter fallen wir nicht wieder zurück. Der Islam gehört nicht zu Deutschland! Punkt.

Hans-Thomas Tillschneider