Mit blankem Entsetzen mußten wir davon erfahren, daß der Bundesvorstand der AfD ein Ausschlußverfahren gegen Björn Höcke eingeleitet hat. Dieser Beschluß ist sachlich falsch, er ist strategisch falsch und fügt unserer Partei massiven Schaden zu. Frauke Petry, die treibende Kraft hinter dem Beschluß, nimmt in maßlosem Machtstreben leichtfertig einen Mißerfolg bei der Bundestagswahl und die Spaltung der Partei in Kauf, nur, um sich eines als Konkurrenten empfundenen Spitzenmanns zu entledigen.

Leider handelt es sich hierbei um keinen Einzelfall, sondern ein Verhaltensmuster. Im Vorfeld der Landtagswahl 2014 in Sachsen ließ Frauke Petry einen demokratischen gewählten Kandidaten von der Liste streichen, was bis heute den Wahlprüfungsausschuß des sächsischen Landtags beschäftigt und dazu geführt hat, daß gegen Frauke Petry wegen des Verdachts auf Meineid ermittelt wird. Aus Schaden nicht klug geworden, erwägt der Landesvorstand der AfD-Sachsen gegenwärtig, eine Listenwahl zu wiederholen, weil auf Platz 2 ein Kandidat gewählt wurde, der Frauke Petry nicht genehm ist.

Nicht die klaren Worte von Björn Höcke schaden unserer Partei, sondern eben dieses Verhalten. Leider ist Frauke Petry damit nicht allein, sondern hat abgesehen von Poggenburg, Gauland, Hampel und Meuthen, die gegen den Ausschluß von Höcke gestimmt haben, alle Bundesvorstandsmitglieder hinter sich gebracht. Ein Bundesvorstand aber, der mehrheitlich so agiert, hat sich disqualifiziert. Wir fordern Frauke Petry und den kompletten Bundesvorstand, auf zurückzutreten und so den Weg für Neuwahlen freizumachen.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform