Mit Sorge beobachtet die Patriotische Plattform die jüngste Entwicklung des Pegida/Legida-Projekts. Die Bewegung wächst spektakulär, droht jedoch den Kurs zu verlieren.

Während Legida mit fragwürdigen Begriffen wie „Kriegsschuldkult“ hantiert – weshalb nur? -, entfernt sich das Dresdner Original von seinen Ursprungsforderungen.

Das neue Sechs-Punkte-Programm enthält keine einzige Forderung nach Erhalt der europäischen Kultur, und man spricht sich auch nicht mehr gegen Islamisierung aus. Das war so auffällig, daß Bachmann in seiner Rede erklärend nachschieben mußte, das Eintreten gegen Islamisierung sei bei der Forderung nach einer Integrationspflicht ja mitgemeint.

Wenig hilfreich war auch der von einer Sprecherin gehörte Satz „Wir sind nicht islamfeindlich!“ Der Begriff „Islamfeindlichkeit“ ist kalkulierter Unfug, den sich die Islamlobby ausgedacht hat, um ihr Agieren einer effektiven Kritik zu entziehen.

Sowohl der Flirt mit dem Rechtsextremismus als auch die Anpassung an eine Politik, die die Auseinandersetzung mit den Islamverbänden scheut, sind Irrwege. Pegida war mit Bachmanns Rede nach dem blockierten Demonstrationszug und mit der Rede von Udo Ulfkotte auf gutem Kurs. Je größer die Bewegung wird, desto schwerer scheint das Manövrieren zu werden. Trotzdem: Pegida soll weiter Kurs halten! Pegida darf die Kritik an der Islamisierung nicht aufgeben, sondern muß, im Gegenteil, die AfD dazu bringen, sich auch gegen eine Islamisierung des Abendlandes auszusprechen.