27. März 2015

Patriotische Grundbegriffe: „Konservativ“

Eine grundsätzliche Konstante konservativer Weltsicht besteht in der Ablehnung des linken Gleichheitswahnes in Form der Überstilisierung der Menschenrechte und der Liberalismusdoktrin. Dem setzt der Konservatismus das Prinzip der hierarchischen Ordnung entgegen, aus dem sich wiederum die Sympathie für autochthone Volkskulturen sowie die Ablehnung des multikulturellen und –ethnischen Gesellschaftsmodells ergeben. Der Konservatismus wirkt immer als Gegenbewegung zu sozialen Neuerungsbewegungen, was konkret die Ablehnung der von den 68er-Ideologen angestrebten Gesellschaftsumgestaltung und den hieraus folgenden „Nebenwirkungen“ – Denationalisierung, Multikulturalismus, Neoliberalismus, Globalisierung, Destabilisierung des klassischen Familienbildes, „Umwertung tradierter Werte“ – bedeutet. Obschon auf organisatorischer Ebene eine fehlende Homogenität innerhalb des Konservatismus zu verzeichnen ist, läßt sich „bei allen großen inhaltlichen Differenzen der einzelnen Fraktionen – von einem religiös bis hin zu einem national motivierten Konservativismus – in der Beurteilung […] der Gesellschaftsveränderung“ (Jost Bauch: Wer bringt die Verhältnisse zum Tanzen? – In: Sezession (12), Januar 2006. S. 17) durch die linksliberalen Kräfte ein Mindestmaß […]
25. März 2015

Zum Flügelstreit der AfD – von Alexander Heumann

Eigentlich müsste der chronische Flügelstreit innerhalb der AfD nicht sein: Gemeinsame Klammer sowohl für den „konservativen“, als auch den „liberalen“ Parteiflügel könnte die Forderung nach mehr nationalstaatlicher Souveränität sein: nicht nur Deutschlands, sondern aller europäischer Staaten. Unter patriotischem Signum vereint könnten beide Flügel miteinander fliegen, ohne dass eine Spaltung drohte. Lassen Sie mich das erklären. Fast alles, was die Alternative für Deutschland in den zwei Jahren seit ihr Gründung kritisierte, kann nur in dem Maße politisch verändert werden, wie es gelingt, nationalstaatliche Souveränität wieder zurück zu erlangen, angefangen beim EURO und dessen Rettung (ESM, EZB-Politik etc.) bis zum Genderismus, von falsch verstandener EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit (Hartz-IV) bis zu unzureichend kontrollierter Zuwanderung und nicht mehr zeitgemäßem Asylverfahrensrecht. Denn 80 % aller nationalen Gesetze werden mittlerweile durch vom Bundestag willfährig nachgezeichnete EU-Richtlinien, unmittelbar durchregierende EU-Verordnungen aus Brüssel, die EU-Primärverträge oder auch multilaterale völkerrechtliche Verträge vorgestanzt. (Hierauf hatte übrigens ein „liberaler“ Ökonom in einer AfD-Parteitagsrede […]
23. März 2015

Nosce te ipsum, Teil zwei – von Hans-Thomas Tillschneider

Mit seinem jüngsten Rundbrief zur „Einheit der Partei“ erweist Bernd Lucke sich erneut als Virtuose der Selbsttäuschung. Das Kunststück, das er diesmal fertig bringt, geht so: Der Vorsitzende erklärt uns im Brustton der Überzeugung, daß „Flügelkämpfe das letzte sind, was die AfD braucht“, und heizt eben diese Kämpfe tüchtig an, indem er sich unverhohlen auf eine Seite stellt. Würde er in einer minder wichtigen Angelegenheit wieder einmal seine blinden Flecken pflegen, es wäre zu verschmerzen und keiner Reaktion wert. Flügelkämpfe aber erst zu verurteilen und dann kräftig mitzumischen, für einen Vorsitzenden ist das ein doppelter Generalfehler. Flügelkämpfe sind nämlich erstens unvermeidbar und zweitens darf ein Vorsitzender sich in ihnen niemals auf eine Seite schlagen. Woher kommt überhaupt diese hartnäckige Aversion gegen Flügel? Um gleich den gängigsten Vorwurf gegen uns Erfurter zu widerlegen: Die Idee des Flügels hat nichts mit Spaltung zu tun. Ein stärkeres Zeichen gegen die Spaltung als, sich […]
18. März 2015

Unsere Antwort auf die „Deutschlandresolution“!

Als Antwort auf die sog. „Deutschlandresolution“ desjenigen Flügels der AfD, der sich durch seine Anpassungsbereitschaft an den etablierten Politbetrieb auszeichnet und uns gerne vorwirft, unsere Vorstellungen seien nicht fundiert, veröffentlichen wir hier Auszüge aus dem Leitfaden der Patriotischen Plattform zum Programmprozeß. Alternative sein! – Leitfaden der Patriotischen Plattform zum Programmprozeß der AfD Das Programm der AfD muß ein Gegenprogramm zu den Programmen der Altparteien sein! Die Programme der Altparteien unterscheiden sich in Nuancen und in Phrasen, aber schon lange nicht mehr in der Substanz des politischen Wollens. Sie liefern nur unterschiedlich eingefärbte, wirklichkeitsfremde Erklärungen ein und derselben Politik – darin den Blockparteien der DDR nicht unähnlich. Sie beschwören eine Scheinwelt, an die immer weniger Menschen glauben. Wird ihr Allparteienkonsens hinterfragt, begründen die Funktionäre ihn durch Sachzwänge und geben ihn als „alternativlos“ aus. „Alternativlos“ heißt: der ergebnisoffenen demokratischen Verhandlung entzogen. Die Eurorettung ist dafür nur ein Beispiel. Unabhängig davon, ob sie […]
26. Februar 2015

Patriotische Grundbegriffe: „Heimat“

Die inhumanen Ideologien von Globalisierung über Liberalismus bis hin zu einem oktroyierten Multikulturalismus schaffen – neben zahlreichen Negativeffekten wie dem allmählichen, aber steten kulturellen, demographischen und wirtschaftlichen Niedergang der abendländischen Völker – ein Bedürfnis nach Rückbesinnung auf den unmittelbaren Lebensraum: der Heimat als Hort von Sicherheit und Vertrauen! Die Renaissance des Heimatgefühls spiegelt sich in einem zunehmenden Interesse an regionalen und lokalen Traditionen wider, die ein jeder in seinem lokalen Bezugsrahmen in den unterschiedlichsten Formen – Heimatgeschichte, traditionelle Veranstaltungen, regionale Küche, etc. – beobachten kann. Heimat ist ein Sinnbild „für überschaubare, bergende und damit letztendlich intakte Sozialbeziehungen“ (Jost Bauch: Die neue Lust auf Heimat. – In: JF 50/05 vom 09.12.2005, S. 18). Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von Heimat reden? Zunächst einmal die naturgegebene, unmittelbare Umwelt, die für die menschliche Sozialisation eine Grundkonstante darstellt. Des weiteren existiert ein Heimatgefühl auch gleichzeitig auf verschiedenen geographischen Ebenen (Gemeinde, Region, Landschaft, […]
27. Januar 2015

Koran und Pipi Langstrumpf – von Harald Noth

Auf dem Landesparteitag am 17. 1. 2105 in Karlsruhe sprach Bernd Lucke auch über den Islam. Er sagte zutreffend: „Der Koran enthält Stellen, die für uns heute vollständig inakzeptabel sind, das ist gar keine Frage, dass das so ist.“ Dann aber fuhr er fort: „Der Koran enthält andere Stellen, auf die wir gerechterweise auch verweisen sollten, wo die Tötung von Ungläubigen eindeutig verurteilt wird.“ Woher er diese Ansicht nimmt, verriet er nicht. Wenige Tage vorher war aber ein ähnlicher Unsinn in den Massenmedien weit verbreitet worden. Der Zentralrat der Muslime hatte am Brandenburger Tor eine Mahnwache organisiert, bei der ein Imam aus dem Koran rezitierte und auf Deutsch die Koransure 5,32 wie folgt zitierte: „Aus diesem Grunde haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben: Wer einen menschliches Wesen tötet, ohne dass es einen Mord begangen oder auf der Erde Unheil gestiftet hat, so ist es, als ob er alle Menschen getötet […]
21. Dezember 2014

Was ist Nächstenliebe? von Hans-Thomas Tillschneider

Im Sommer 2013 führte die FPÖ eine Kampagne unter dem Titel „Liebe deinen Nächsten“ durch. In dieser Kampagne wurde der Begriff der Nächstenliebe so gedeutet, daß mit dem Nächsten der Österreicher gemeint sei. Der Aufschrei in den Medien, in der Politik und auch im Klerus war groß. Die evangelische Kirche sprach vom Mißbrauch religiöser Begriffe und einer unzulässigen Verengung der Nächstenliebe. Die Gewalt, die H.-C. Strache dem neutestamentlichen Begriff der Nächstenliebe möglicherweise angetan hat, scheint mir allerdings gering, verglichen mit den Vergewaltigungen, denen dieser Begriff ansonsten ausgesetzt ist. Im Grunde lag die FPÖ auch gar nicht so falsch. Nächstenliebe wird uns von engagierten Geistlichen üblicherweise erklärt als die Pflicht, mit jedem x-Beliebigen auf dieser Welt solidarisch zu sein und das wiederum wird zur Generaltugend eines Christenmenschen erklärt, gegenüber der alles andere zweitrangig zu sein habe. Nächstenliebe legitimiert den Rechtsbruch mit Namen „Kirchenasyl“ und legitimiert eine Asylpolitik, die dem Zustrom von […]
13. Dezember 2014

Pegida ist ein Glücksfall für Deutschland! – von Ralf Hickethier

HANS-THOMAS TILLSCHNEIDER hat das in seinem Beitrag „Pegida statt Hogesa!“ vom 11. November (http://patriotische-plattform.de/…/…/11/pediga-statt-hogesa/) gut beschrieben: „Pegida strahlt Ruhe und Disziplin aus, Unaufgeregtheit und Vernunft. Wer hier mitläuft, muß sich nicht mit Sprechchören aufstacheln. Er hat es sich gut überlegt und weiß, was er tut.“ Sie hat das Zeug zu einer Volksbewegung. Die etablierten Medien agitieren gegen sie, was dasselbe hält. Ich habe Deja-vu-Erlebnisse zum Herbst von 1989. Auch damals warnten alle Medien (der DDR) in ihrer gewohnten Einheitsfront eindringlich davor, an diesen „obskuren“ Demonstrationen teilzunehmen und beschworen die Errungenschaften des realen Sozialismus, die durch diese verantwortungslosen „Elemente“ gefährdet werden würden. Heute sei angeblich der Ruf eines „weltoffenen“ Dresden in Gefahr. Das Gegenteil ist wahr: Die Pegida-Leute greifen die größte Errungenschaft der Revolution von 1989 auf und tragen sie weiter: Ihre Friedlichkeit. „Keine Gewalt!“ ist damals wie heute ein Motto und eine politische Kultur, mit dem/der sie Sachsen und Deutschland […]
9. Dezember 2014

Glaubensfreiheit statt Multikulturalismus! – Hans-Thomas Tillschneider

Kein Begriff ist in politischen Diskussionen um den Islam in Deutschland in letzter Zeit so häufig zu hören wie der Rechtsbegriff „Religionsfreiheit“. „Religionsfreiheit“, was auch immer das genau sein mag, hat sich zu einem Allzweckmodul entwickelt, das jedes Anliegen der Islamverbände vom Tragen des Kopftuchs im öffentlichen Dienst über repräsentative Moscheebauten bis hin zum islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen begründen kann. „Religionsfreiheit“ verleiht einer profanen politischen Forderung das Pathos des Grundrechtlichen und macht sie quasi unantastbar. Da wahre Freiheit immer auch als Gleichheit im Gebrauch der Freiheit verstanden wird, setzt „Religionsfreiheit“ zudem einen Automatismus in Gang, wonach alle Rechte und Privilegien, deren sich die christlichen Kirchen erfreuen, entweder auch den Muslime zugestanden oder ganz abgeschafft gehören. Man muß kein Jurist sein, um zu erkennen, daß hier irgendwo ein Fehler liegt. Ganz abgesehen davon, daß im GG gar nicht von „Religionsfreiheit“, sondern von der Glaubensfreiheit in Verbindung mit der ungestörten Religionsausübung […]
4. Dezember 2014

Das Eigene und das Fremde – von Hans-Thomas Tillschneider

Im Zug von Werdau nach Hof lagen heute (3.12.2014) Leseexemplare der „Freien Presse“. Ich blätterte ein wenig in der Ausgabe herum und blieb auf Seite 3 hängen. „Das wilde Leben des Pediga-Häuptlings“. Der Artikel war eine der üblichen Lumpereien, die wir ständig zu lesen bekommen und die gedrucktes Zeugnis von der Verrohung der Journalisten in unserem Land ablegen. Wollte man all den Unfug, der dort verschriftlicht wurde, gerade rücken, man könnte gut und gerne ein ganzes Buch schreiben. Ich will nur einen Punkt herausgreifen, der mir bemerkenswert erscheint. Daß Lutz Bachmann in seiner letzten und, wie ich zusammen mit Felix Menzel meine, bislang besten Rede Asylbewerber und Obdachlose einanderer gegenüber gestellt hat, wurde im Artikel als ein Abgleiten ins „rechtsextreme Klischee“ gewertet. Obdachlose und Asylbewerber dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Diese Aussage klingt nicht unmittelbar falsch und ist durchaus wert, ein wenig über sie nachzudenken. Sie hätte eine gewisse Berechtigung, […]
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