20. Januar 2017

Vom Redner – ein Beitrag von Alexander Tassis

Einer, der reden will und wen fragt, was er reden darf, der ist kein Redner sondern ein Hampelmann des Gefragten. Einen solchen Typus gibt es in der antiken Rhetorik nicht. Solche rückgratlosen Gesellen sind Kreaturen der Neuzeit. Der Redner fragt nicht, er stellt sein Persönlichkeit in den Dienst einer Idee, die mit ihm eins wird, wenn er Redner ist. Er stellt dar, was er in seiner Zeit für notwendig erachtet. Er formt sich als Typus, der das Ideal mit Sinn erfüllt und rhetorisch äußert. Der Redner ist immer Geschichtsbildner, er will wandeln, was ist. Und daher steht das Ideal, das er fordert, in anderer Gestalt da, als es ohne ihn da wäre. Die Nation deren Wandlung der patriotische Redner fordert, steht anders in der Geschichte, wenn die Wandlung vollzogen ist. Es ist daher vollständiger Unsinn, zu fordern, auf Historie zu verzichten, um nicht rückwärtsgewandt zu erscheinen. Der Historiker aber ist […]
3. Januar 2017

GRENZEN SETZEN! – ein Beitrag von Hans-Thomas Tillschneider

Martin Sellner hat am 30.12 auf dem Blog der Sezession unter dem Titel „Sündenbock und Kantenschere“ (http://sezession.de/56928/) einen politischen Distanzierungsversuch vorgelegt, der in den Konsequenzen richtig, in der Begründung aber noch klärungsbedürftig ist. Ohne Zweifel richtig ist, daß wir uns vom extremistischen Narrensaum distanzieren müssen, weil er uns als eine lästige Kugelfessel Wirkungsradius nimmt und uns daran hindert, ins Zentrum der Macht vorzustoßen. Falsch jedoch ist die Vorstellung, es handele sich dabei um eine Art Preis der Macht, eine Eintrittskarte, ein Opfer, das das System von uns fordert. Das System der Altparteienherrschaft fordert gar nichts von uns. Es verteidigt seine Macht. Halb mythologisierend, halb psychologisierend meint Sellner, daß die demnächst noch ins patriotische Lager überlaufenden Opportunisten als Rechtfertigung ihrer späten Umkehr einen Sündenbock bräuchten: Radikale Elemente, die dem Opportunisten eine Möglichkeit bieten, zu erklären, weshalb er trotz der eindeutigen Verhältnisse so lange nicht übergelaufen ist. Er konnte doch erst die […]
22. Dezember 2016

Bekenntnis zur traditionellen deutschen Weihnacht – Ein Beitrag von Sebastian Pella

Begleitet von amerikanisierten Werbekolonnen rollt in diesen Tagen wieder die globalisierte Konsumwelle eines inzwischen weitgehend säkularisierten und auf Materialismus beschränkten Weihnachtsfestes über unser Land. Doch trotz dieser zunehmenden Negativentwicklung erfreut sich das traditionell deutsche Begehen der Advents- und Weihnachtszeit weiterhin hohem Ansehen im Volk. Die vielbeschworene, zu Unrecht belächelte, deutsche Innerlichkeit hat ihre Ursprünge in der Vorstellung einer besinnlichen, zum Nachdenken und Selbstreflektieren anregenden Zeit der persönlichen Einkehr. Aus diesem Kontext entstammen die uns bekannten germanisch-heidnischen und deutsch-christlichen Gedichte, Lieder, Überlieferungen und Traditionen, die in einem so gegensätzlichen Verhältnis zur medialen Darstellung heutiger Zeit stehen und trotz alledem den spirituellen, familiären und gemeinschaftlichen Grundgedanken des Heiligen Abends in Überresten bis heute bewahrten. Angesichts wachsender Kommerzialisierung, deren Werbestrategen zur Steigerung der Verkaufszahlen ungeniert die heidnisch- christlichen Wurzeln des Weihnachtsfests mit amerikanischer Kitsch(un)kultur verschmelzen, scheint der Primat der Wirtschaft nach der Politik nun auch endgültig die Gesellschaft zu kontrollieren. Obwohl Heiliger Abend […]
26. Oktober 2016

SCHULDFORSCHUNG – ein Beitrag von Hans-Thomas Tillschneider

Als 2010 in Berlin die Ausstellung „Hitler und die Deutschen“ eröffnet wurde, begann eine Debatte darüber, ob man das denn dürfe, Hitler im Museum zeigen. Hinter der oberflächlichen Angst, das, was Aufklärung sein wolle, könne gegen die Absicht der Verantwortlichen als Propaganda rezipiert werden, verbarg sich ein viel grundsätzlicheres Problem. Aus Sicht derer, die Deutschlands zwölf Unglücksjahre zwischen 1933 und 1945 unter negativem Vorzeichen sakralisieren wollen, ist die Kritik an einer solchen Ausstellung nur konsequent. Was im Museum liegt, ist gänzlich vergangen. Seine Bezüge zur Gegenwart sind abgestorben, so daß es nur noch als Exponat interessiert: künstlich beleuchtet, isoliert in Vitrinen aufbewahrt, versehen mit einem Kommentarzettel, der Aussagen über das trifft, was dem Exponat an Welt verloren gegangen ist und wofür das Exponat nun als Illustration einsteht. Kein Ort schafft so sehr historische Distanz wie das Museum. Gegenüber einer Vergangenheit, die nicht vergehen soll, darf eine solche Distanz nicht sein. […]
29. Juli 2016

Vorsicht Altparteilinge! – ein Beitrag von Benjamin Nolte

Auf ihrem Landesparteitag in Ingolstadt hat die bayerische AfD den Beschluss gefasst, dass ehemalige Mitglieder anderer Parteien erst nach einer zwölfmonatigen Wartezeit in die AfD aufgenommen werden können. Ein deutliches und wichtiges Signal, das zeigt, dass Opportunisten und Karrieristen unerwünscht sind. Zuvor häuften sich Berichte aus bayerischen Kreisverbänden über Mitgliedsanträge von Personen, die noch nicht einmal aus ihren alten Parteien ausgetreten waren, aber schon sehr direkt nachfragten, ob noch Funktionen zu vergeben wären. Auch für ein Mandat stünde man selbstverständlich zur Verfügung. Anderenfalls würde man doch lieber in der alten Partei bleiben. Auch war von Beschwerden ehemaliger Altparteilinge zu hören, die wenige Wochen nach ihrem Parteiwechsel immer noch kein Amt angeboten bekommen hatten. Dass jene, die angesichts des Versagens der Altparteien nun ihre Felle davonschwimmen sehen und Angst um ihre Posten haben müssen, auf den Erfolg unserer AfD aufspringen wollen, ist aus deren Sicht nachvollziehbar. Wer in seinem Leben nichts […]
28. Juli 2016

Es geht im Leben immer darum, dazu zu gehören oder nicht – ein Beitrag von Ralf Hickethier

Eine Gewalttat folgt auf die andere in Deutschland. Das sowieso, das ist im Leben nun einmal so. Ich meine eine Tat zwischen Amoklauf und Terror folgt in Deutschland auf die andere. Eins ist für die guten Menschen schon einmal sicher: Das hat mit der nationalen Herkunft der Täter rein gar nichts zu tun, das sei allein eine Frage sozialer Konflikte, nicht ethnischer. (Deswegen haben sie z.B. den iranisch-deutschen Attentäter konsequent „David“ genannt, obwohl er „Ali David“ hieß und von seinem offenbar einzigem Vertrauten, einem 16-jährigen Afghanen, schlicht und einfach nur „Ali“ genannt wurde [BILD vom 25.07.16, S. 5]). Ansonsten ist es schick und in, zu betonen, dass man nicht nicht voreilig urteilen wolle. Das mache den echten Experten aus. Ich habe eine „einfache“ Lösung. Der DDR-Psychologe und führende deutsche Theoretiker der Kognitionstheorie, Friedhart Klix, hatte in seinem Buch „Erwachendes Denken“ am Beispiel der Relativitätstheorie erläutert (für meine Begriffe auch nachgewiesen), […]
26. Juni 2016

Die AfD in den Fängen des Verfassungsschutzes? – ein Beitrag von Dubravko Mandic

Seit der Gründung der AfD schwebt es über uns und wird uns drohend vom eigenen Führungspersonal vor Augen gehalten: das politische Damoklesschwert der Etablierten, das letzte Ass im Ärmel des „Systems“ – „die Beobachtung“. Die Verdachtsberichterstattung hat schon einigen Parteien und Organisationen politisch das Genick gebrochen. Gerade wir als Patrioten innerhalb der AfD müssen uns sowohl über die wesentlichen rechtlichen Grundlagen wie auch die bestimmenden Arbeitsweisen der Verfassungsschutzämter informieren. Diesem Ziel dient dieser Beitrag. Gerade weil uns Patrioten häufig der Vorwurf gemacht wird, unser aufrechter und unerschrockener Einsatz für die AfD schade derselben in Wirklichkeit, weil eine Beobachtung der AfD durch den VS für diese das politische Aus bedeuten würde, ist es unerlässlich für uns, unseren inneren Kritikern mit Fachwissen zu begegnen. Der Verfassungsschutz dient dem Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes und der Länder (§ 1 Abs. BVerfSchG). Das Bundesamt für Verfassungsschutz informiert […]
24. Juni 2016

WIR SIND DER VERFASSUNGSSCHUTZ! – ein Beitrag von Hans-Thomas Tillschneider

Neulich hat mir ein Journalist – einer, von dem man das nicht erwarten würde -, gesagt, die AfD in Sachsen-Anhalt habe den Parlamentsbetrieb belebt und der Demokratie gut getan. Die Debatten in den Monaten vor der Wahl seien doch recht einschläfernde Pflichtübungen gewesen, nun aber werde richtig debattiert. Das müsse man anerkennen. So langsam dämmert bei dem einen und anderen von denen, die wir vielleicht etwas zu pauschal unter dem Etikett Lügenpresse“ subsumieren, die Erkenntnis, daß die AfD doch nicht die Wiedergängerin der NSDAP ist und keine Gefährdung für die Demokratie, sondern – im Gegenteil – die Schocktherapie, die unsere Demokratie braucht, um nicht den Kältetod zu sterben. Angesichts solcher Signale mitten aus dem Mainstream, die sich in letzter Zeit häufen, ist es mir unverständlich, wie gerade in diesen Tagen eine aberwitzige Debatte ausbrechen konnte, in der es um nichts anderes ging als darum, daß wir in Gefahr stünden, vom […]
24. Mai 2016

Weder Islamisierung noch Amerikanisierung! – Eine Replik auf Burkhardt Brinkmanns Streitschrift gegen die „Tillschneider-Truppe“ – ein Beitrag von Hans-Thomas Tillschneider

Unsinn widerspreche ich in aller Regel nicht, weil jede Reaktion Energien bindet und damit nur den Schaden vergrößert, den der Unsinn schon allein dadurch angerichtet hat, daß er in die Welt gesetzt wurde. Es gibt aber gerade im Politischen eine Art von signifikantem Unsinn, der die Verhältnisse klärt, weil er unredliche Motive seines Urhebers zur Kenntlichkeit entstellt und deshalb die Auseinandersetzung lohnt. Eine solche Art Unsinn hat ein gewisser Burkhardt Brinkmann hier verzapft: http://journalistenwatch.com/cms/guderian-statt-maginot-wider-den-schrebergartenpatriotismus-der-tillschneider-truppe/ Dieser Burkhardt Brinkmann, der mir unter meinen facebook-Freunden schon früh als Lucke-Freund und Pseudo-Patriot à la Dieter Stein aufgefallen ist, schreibt u.a. für Huffington Post (http://www.huffingtonpost.de/burkhardt-brinkmann/), eine dem linksliberalen Establishment der USA zuzurechnende online-Zeitung. Dazu paßt, daß er es sich wohl als eine Art Verdienst anrechnet, „als Werkstudent in der Frankfurter Societäts-Druckerei die ‚BILD‘ gedruckt“ zu haben, „während draußen die ‚68er‘-Studenten deren Vertrieb zu verhindern suchten.“ Mir sind in diesem Konflikt beide Seiten in etwa gleich […]
11. Mai 2016

DAS EIS BRECHEN! – ein Beitrag von Hans-Thomas Tillschneider

Uwe Junge, der Landesvorsitzende der AfD Rheinland-Pfalz, hat sich genötigt gefühlt, zu meiner Rede auf der Pegida-Demonstration am vergangenen Montag in Dresden Stellung zu beziehen: http://www.mittelrhein-tageblatt.de/mainz-junge-afd-tillschneiders-pegida-auftritt-wird-afd-nicht-gerecht-72909 Zunächst einmal begrüße ich, daß die Stellungnahme bei aller Kritik in keine Distanzierungstirade mündet. Daran wird ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Lucke-Ära erkennbar. Junge trägt seine Kritik relativ sachlich vor und deshalb will ich darauf ebenso sachlich antworten. Meine Forderung nach einem Bundesverdienstkreuz für Bachmann war durchaus nicht satirisch gemeint, wie Junge vermutet. Selbstverständlich heiße ich die facebook-Äußerungen, die ihm zugeschrieben werden, nicht gut. Man sollte so nicht sprechen. Aber auch, wenn er all das gesagt haben sollte, was keineswegs als erwiesen gelten kann, denn das Urteil ist noch nichts rechtskräftig, selbst dann wäre es in meinen Augen eine einmalige Entgleisung und eine läßliche Sünde verglichen mit dem Verdienst, das er sich erworben hat. Dieses Verdienst besteht darin, den Begriff „Islamisierung“ gesetzt und der […]
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