Am vergangenen Dienstag sind in der syrischen Stadt Khan Shaykhoun mehr als 70 Personen an einer Gasvergiftung gestorben. Noch bevor die syrische Regierung sich zu dem Fall äußern konnte, stand für die Akteure der internationalen Koalition gegen Bashar al-Assad fest, daß die reguläre Armee ein Kriegsverbrechen begangen haben muß. Die syrische Regierung dagegen weist die Verantwortung von sich und argumentiert damit, daß sie schon vor Jahren ihre Chemiewaffen vernichtet hat (http://sana.sy/en/?p=103561).

Angesichts der nachteiligen Auswirkungen auf die syrische Position bei den internationalen Friedensverhandlungen, ist darüber hinaus auch nicht rational erklärbar, weshalb Syrien ausgerechnet jetzt Giftgas einsetzen sollte. Die russische Version, daß eine Giftgasfabrik der Rebellen getroffen wurde, klingt schon plausibler. Möglich wäre auch, daß die Terroristen Giftgaswaffen eingesetzt haben, die auf dunklen Wegen in ihre Hände gelangt sind.

Da erst vor wenigen Tagen Trump von dem Ziel, Bashar al-Asad zu stürzen, Abstand genommen und damit den Weg zur einer friedlichen Lösung des Syrienkonflikts frei gemacht hat, drängt sich der Verdacht auf, daß diejenigen für die Gaskatastrophe verantwortlich sind, die an einer solchen Lösung kein Interesse haben, also vor allem die Terroristen, die gegen den rechtmäßigen syrischen Präsidenten und seine Regierung kämpfen.

Wir, die Vorstandsmitglieder der Patriotischen Plattform, erklären unsere Solidarität mit Bashar al-Assad, dem legitimen Präsidenten der Syrisch-arabischen Republik. Dauerhaften Frieden in Syrien wird es nur geben, wenn Bashar al-Assad bei seinem Kampf gegen die Terroristen endlich internationale Unterstützung erfährt und nicht mehr die Terroristen aus dem Ausland unterstützt werden!

Hans-Thomas Tillschneider
Sprecher der Patriotischen Plattform