Auf ihrem Landesparteitag in Ingolstadt hat die bayerische AfD den Beschluss gefasst, dass ehemalige Mitglieder anderer Parteien erst nach einer zwölfmonatigen Wartezeit in die AfD aufgenommen werden können. Ein deutliches und wichtiges Signal, das zeigt, dass Opportunisten und Karrieristen unerwünscht sind.

Zuvor häuften sich Berichte aus bayerischen Kreisverbänden über Mitgliedsanträge von Personen, die noch nicht einmal aus ihren alten Parteien ausgetreten waren, aber schon sehr direkt nachfragten, ob noch Funktionen zu vergeben wären. Auch für ein Mandat stünde man selbstverständlich zur Verfügung. Anderenfalls würde man doch lieber in der alten Partei bleiben. Auch war von Beschwerden ehemaliger Altparteilinge zu hören, die wenige Wochen nach ihrem Parteiwechsel immer noch kein Amt angeboten bekommen hatten.

Dass jene, die angesichts des Versagens der Altparteien nun ihre Felle davonschwimmen sehen und Angst um ihre Posten haben müssen, auf den Erfolg unserer AfD aufspringen wollen, ist aus deren Sicht nachvollziehbar. Wer in seinem Leben nichts anderes getan hat, als Politik (oder das, was er dafür hält) zu machen, dürfte auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise schwer haben. Ebenso nachvollziehbar ist es jedoch, dass unsere Mitglieder diesem Versuch einer feindlichen Übernahme eine Absage erteilt haben.

So, wie wir es ablehnen, dass die christlich-abendländische Kultur in Europa durch den ungebremsten Zuzug Kulturfremder verwässert wird, so lehnen wir es ab, dass die Kultur der AfD, die Kultur der Mitbestimmung, der Subsidiarität und der Orientierung am Wohle unseres Landes, durch den Zulauf von Menschen verwässert wird, die sich jahre- oder jahrzehntelang in einem parteipolitischen Kulturkreis wohlgefühlt haben, in dem Mitbestimmung, Subsidiarität und Orientierung am Wohle unseres Landes keinerlei Rolle gespielt haben.

So, wie die AfD ehemaligen Mitgliedern rechtsextremer Parteien konsequent die Aufnahme verweigert, da sie eine politische Richtung unterstützt haben, die wir für unser Land als fatal ansehen, so müssen jetzt auch die ehemaligen Mitglieder der Altparteien mit Gegenwind rechnen, da die politische Richtung, die sie unterstützt haben, sich für unser Land als fatal erwiesen hat. „Wir schaffen das!“ hat Deutschland mindestens so sehr geschadet wie „Ausländer raus!“

Wir sind angetreten, um für all die Menschen in unserem Lande, die genug haben von den Versagerparteien mit ihrem Filz, ihrer Vetternwirtschaft und ihrer verlogenen und für unser Land schädlichen Politik, eine glaubwürdige Alternative zu bieten. Wie glaubwürdig wäre eine solche Alternative, wenn sie von Leuten repräsentiert wird, die bis jetzt alles mitgetragen haben, womit Merkel, Seehofer und Co. die Menschen in diesem Lande gequält haben, und denen jetzt, kurz vor der Listenaufstellung zur Bundestagswahl, die große Einsicht kommt?

Diejenigen, denen es wirklich um die gute Sache geht, werden auch kein Problem haben, unsere Partei ein Jahr lang als Fördermitglied finanziell und im Wahlkampf zu unterstützen. Sie sind uns herzlich willkommen. Ich beglückwünsche die bayerischen Mitglieder zu ihrer klugen und umsichtigen Entscheidung. Bayern kann hier für alle anderen Landesverbände ein Vorbild sein.

Benjamin Nolte