Aufgebrachte Bürger haben am vergangenen Donnerstag in Clausnitz einen ankommenden Bus mit Einwanderern blockiert und ihrem Unmut mit lauten Parolen Luft gemacht. Nicht anders und oft noch schlimmer gebärdet sich der Mob der Gegendemonstranten bei jeder Pegida-, Legida- oder AfD-Demonstration. Selbst Bundestagsvizepräsident Thierse hat sich schon an rechtswidrigen Blockaden beteiligt, ohne daß er dafür kritisiert oder durch die Justiz behelligt worden wäre.

Das Verhalten der Bürger von Clausnitz war nicht korrekt, noch viel mehr Kritik aber verdienen die Reaktionen aus Politik und Medien. Stanislaw Tillich zeigt, daß er jeden Maßstab verloren hat, wenn er erklärt: „Das sind keine Menschen, die sowas tun. Das sind Verbrecher“. Im krampfhaften Bemühen, ein Verbrechen herbeizuschreiben, wo keines ist, erfindet die Presse neue Begriffe und spricht von einem „Brüllangriff“.

Wir halten fest: In Clausnitz ist keinem Einwanderer auch nur ein Haar gekrümmt worden; in Köln dagegen wurden Frauen geschlagen, bespuckt, unsittlich berührt und es wurden ihnen die Kleider vom Leib gerissen. Kein Politiker aber hat nach Köln erklärt, die Einwanderer, die das getan haben, seien keine Menschen, sondern Verbrecher.

Jede Unmutsbekundung der heimischen Bevölkerung wird zum Verbrechen hochstilisiert, während die Verbrechen der Einwanderer relativiert und entschuldigt werden. Clausnitz hat einen maßlosen Doppelstandard offenbart – und das ist der eigentliche Skandal an der ganzen Sache.

Das Einzige, was man den Bürgern von Clausnitz vorwerfen kann, ist, daß sie mit ihrem Protest die Falschen adressiert haben. Jedes Volk, das binnen kürzester Zeit gezwungen wird, Millionen fremdstämmiger Menschen aufzunehmen, zeigt Abwehrreaktionen. Es wäre deshalb die Aufgabe der Regierung gewesen, die Masseneinwanderung zu verhindern. Schuld an den Konflikten ist die Regierung und ihre grundverkehrte Politik!

Anstatt nun – wieder einmal – öffentlich gegen die eigenen Parteimitglieder vorzugehen und ihnen Ordnungsmaßnahmen anzudrohen, hätte die Bundesvorsitzende unserer Partei gut daran getan, besser auf diese Zusammenhänge hinzuweisen. Wir verurteilen ihre Äußerung und sichern den betroffenen Mitgliedern unseren Beistand zu.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform