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Seit 2011 tobt in Syrien ein Stellvertreterkrieg. Die USA, die Türkei, Saudi-Arabien und die Golfstaaten streben nach Einfluß in der Region und wollen ein weiteres Erstarken der Allianz Syrien – Iran verhindern.

Zu diesem Zweck schrecken die USA selbst vor der Unterstützung islamistischer Terrorgruppen nicht zurück. Der Islamische Staat hat sich ihrer Kontrolle entzogen, wird von ihnen aber nur halbherzig bekämpft. Rußland leistet Widerstand und unterstützt die völkerrechtlich legitime Regierung des Präsidenten Bashar al-Asad. Teile der Kurden kämpfen gegen alle übrigen Parteien.

Die deutsche Regierung folgt zwar den außenpolitischen Vorgaben der USA – aus unserer Sicht ein schwerer Fehler -, ist aber an dem Konflikt weder direkt noch indirekt beteiligt. Damit sind wir auch nicht für die Kriegsflüchtlinge verantwortlich.

Wir sollten uns von pseudomoralischen Erwartungen freimachen und nicht länger für den Schaden aufkommen, den die Machtspiele der USA und ihrer Verbündeter in der Welt anrichten. Für Kriegsflüchtlinge sind die Kriegsparteien verantwortlich!