Hiermit protestieren wir, der Vorstand der Patriotischen Plattform, gegen das jüngste Rundschreiben der Frau Bundesvorsitzenden an alle AfD-Mitglieder. Dieses Schreiben, in dem Björn Höcke für seinen Auftritt bei Günther Jauch angegriffen wird, ist falsch und überflüssig.

Wir sehen keinen Anlaß, an Björn Höcke öffentlich Kritik zu üben. Björn Höcke hat sich gut geschlagen. Nichts von dem, was er gesagt hat, hat „billige Reflexe“ bedient. Verwechslungsgefahr mit dem politischen Extremismus bestand zu keiner Zeit.

Es ist nicht verfassungsfeindlich, von Vaterlandsliebe zu sprechen; es ist nicht verfassungsfeindlich, grundsätzliche Kritik an den Altparteien zu üben; es ist nicht verfassungsfeindlich, sondern sogar ausgesprochen verfassungsfreundlich, unseren Staat, unser Volk und unsere Heimat schützen zu wollen. Indem die Frau Bundesvorsitzende Björn Höcke für seine tadellosen Stellungnahmen angreift, legt sie ein Bekenntnis zur Meinungshoheit der etablierten Parteien ab, das in einer Partei, die eine grundsätzliche Alternative für Deutschland sein will, fehl am Platz ist.

Was sie selbst zum Thema Asyl von sich gibt, wiederum spricht die Sprache einer Scheinkritik, die Protestpotential abfängt, aber nicht in echte Opposition umsetzt. Sie sollte Björn Höcke nicht kritisieren, sie sollte sich ein Beispiel an ihm nehmen.

Die Frau Bundesvorsitzende redet wie auch die etablierten Politiker gerne von den „Sorgen der Bürger“. „Sorgen der Bürger“ heißt: Der Bürger braucht nur etwas Aufmerksamkeit, er will, daß man auf ihn eingeht, dann wird es schon besser mit seinen Sorgen, und die herrschende Politik kann fortgesetzt werden. Von den „Sorgen der Bürger“ zu schwadronieren, ist die Art, wie Technokraten demokratischen Protest im Keim ersticken. Politiker haben uns nicht zu therapieren, sie haben unseren Willen zu repräsentieren!

Sodann redet die Frau Bundesvorsitzende von „Politikversagen“. Der Vorwurf des Versagens impliziert, daß wir mit den Altparteien die gleichen Ziele teilen, aber beanspruchen, es besser zu können. Beides ist falsch: Die etablierte Politik hat nicht versagt, sondern funktioniert – gemessen an ihrer Zielvorgabe, Deutschland abzuschaffen – sogar sehr gut. Das wiederum wollen wir nicht, und dieser Wille ist das, was uns von den etablierten Parteien unterscheidet.

Politikversagen? Sorgen der Bürger? Wer solche Phrasen drischt, der bedient die billigsten Reflexe all derer, die nicht in der Lage sind, die herrschende Propaganda zu durchschauen und ihr auf den Leim gehen! So spricht man nur aus Unwissenheit oder Berechnung – beides ist für die Bundesvorsitzende einer politischen Partei unverzeihlich. Unsere Aufgabe ist, die herrschende Propaganda zu kritisieren, nicht, sie nachzuplappern.

Es geht in der Politik nicht darum, mit vermeintlicher Kompetenz zu protzen, sondern darum, eine Willensbildung deutlich zu machen. Die Kernkompetenzen des Politikers sind Geradlinigkeit, Glaubwürdigkeit und klare Vorstellungen. Björn Höcke verkörpert all das.

Der Zweck einer Talkshow ist auch nicht, Wähler zu gewinnen, indem man peinlich darauf achtet, niemanden zu verschrecken, sondern der Zweck einer Talkshow ist, die Öffentlichkeit zu nutzen und für den eigenen Standpunkt zu werben, indem man sich deutlich zu ihm bekennt. Politiker, denen man auf Schritt und Tritt ansieht, daß sie jedermanns Liebling seien wollen, haben wir wahrlich genug.

Björn Höcke ist es gelungen, mit seinem Charisma, seiner unverstellten Art und seinen richtungsweisenden Reden in Erfurt eine eigene Straßenbewegung aufzubauen. Damit hat er gezeigt, daß er mehr ist als ein Parteiapparatschik, nämlich ein wahrer Politiker. Der Frau Bundesvorsitzenden ist Vergleichbares leider noch nicht gelungen.

Björn Höcke spricht Woche für Woche in Erfurt tausenden aus dem Herzen. Er hat angesichts der sich zuspitzenden Krise die richtigen Worte gefunden und die AfD in den letzten Wochen besser repräsentiert als die Frau Bundesvorsitzende. Das wird ihm nun zum Vorwurf gemacht – wir sollten es ihm danken!

Wenn jemand für die steigenden Umfragewerte unserer Partei verantwortlich zeichnet, dann Björn Höcke! Die Bundesvorsitzende mahnt an die Verantwortung, die unsere Partei angesichts der Asylkrise und steigender Umfragewerte hat, wird aber dieser Verantwortung selbst nicht gerecht, indem sie gerade jetzt zur Unzeit Björn Höcke den Krieg erklärt.

Deutschland ist in Gefahr. Die Masseneinwanderung gefährdet die Existenz unseres Staates und alles, was wir uns in Jahrzehnten aufgebaut haben. Das patriotische Lager muß jetzt zusammenstehen.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform