Am vergangenen Wochenende haben in Kassel ehemalige AfD-Mitglieder eine Partei namens „Alfa ( = Allianz für Fortschritt und Aufbruch)“ gegründet und Bernd Lucke zu ihrem Vorsitzenden gewählt.

Die neue Vereinigung sieht sich als Alphatier in der politischen Landschaft, wird sich aber mangels Nachfrage als Rohrkrepierer herausstellen. Dem politische Diskurs unserer Zeit fehlt es ganz sicher an vielem, nur nicht an hohlen Phrasen und Politikern, deren Überzeugung sich im Gelöbnis erschöpft, immer schön „sachlich und konstruktiv“ sein zu wollen.

Etwas Gutes hat die Neugründung jedoch: Luckes Alfa-Partei führt uns vor Augen, wie wir niemals werden dürfen. Alfa ist ein Schreckbild unserer selbst. Alfa ist eine Karikatur der AfD, in der sich all das verdichtet, was uns bislang gehemmt hat: ängstliche Nachahmung der etablierten Politik, Mangel an politischer Phantasie, Biedermännerkarrierismus.

Wir von der Patriotischen Plattform haben keinem von denen, die sich jetzt in der neuen Partei zusammengetan haben, jemals den Austritt aus der AfD nahelegt. Da sie nun aus freien Stücken gegangen sind, sollten wir die Neugründung als Chance begreifen, mit all dem, was sie verkörpert, zu brechen: gegen eine Politik, die sich im Nichtssagenden ergeht, für klare Kante!

Die neue Alfa-Partei ist die politische „bad bank“ der AfD, in der wir unsere unbrauchbaren Ansätze ausgelagert haben. Diese „bad bank“ wird sich trotz der Unterstützung durch die Mainstreampresse selbst erledigen. Bernd Lucke mag so viele wohlwollende Handelsblatt-Interviews bekommen, wie er will. Wenn er sie nur nutzt, um zu erklären, daß Deutschland im Euro verbleiben muß, erkennt jeder: diese Partei ist überflüssig wie ein Kropf!

Der Vorstand der Patriotischen Plattform