EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in der „Welt am Sonntag“ von 8.3.2015 die Einführung einer EU-Armee gefordert.
Eine solche Armee solle zeigen, daß es zwischen europäischen Ländern nie wieder Krieg gegeben könne und „Rußland den Eindruck vermitteln, daß wir es ernst meinen mit der Verteidigung der Werte der Europäischen Union“.

Die Patriotische Plattform lehnt diese Idee ab. Ebenso wie die Demokratie an ein Staatsvolk gebunden und deshalb auf EU-Ebene nicht möglich ist, ebenso ist eine Armee, die mehr sein soll als eine aus Brüssel bezahlte Söldnertruppe, auf EU-Ebene nicht möglich.
Ein Krieg zwischen europäischen Ländern ist aufgrund der politischen Rahmenbedingungen zurzeit sehr unwahrscheinlich; durch eine solche Eingreiftruppe unter Brüsseler Kommando würde er eher noch etwas wahrscheinlicher.

Was Jean-Claude Juncker unter den „Werten der Europäischen Union“ versteht, ist seine Sache. Die Kultur Europas jedenfalls wird durch Putin im Moment besser verteidigt als durch die EU. Das zeigt sich an seinem klaren Standpunkt gegenüber dem politischen Islam und an dem in Rußland geltenden Familienbild.

Anstatt über die Schaffung einer Aggressionsarmee gegen Rußland nachzudenken, sollte die EU ihren Grenzschutz verstärken, damit die dramatisch zunehmende illegale Einwanderung vor allem über das Mittelmeer endlich effektiv unterbunden werden kann. Wir brauchen keine zusätzliche Armee, wir brauchen eine FRONTEX-Reform.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform