Die Patriotische Plattform bedauert, daß in Bremen ein Satzungsentwurf beschlossen wurde, der die Macht der Führung gegenüber den Kontrollmöglichkeiten der Basis klar begünstigt. Wir hätten uns etwas mehr Demokratie und etwas weniger Führerprinzip gewünscht.

Schuld daran ist aus unserer Sicht u. a. der überraschende Kompromiß zwischen den Bundesvorstandsmitgliedern, die den Satzungsentwurf bis dahin abgelehnt haben, und denen, die ihn befürwortet haben. Dadurch wurde der Entwurf wenige Tage vor dem Parteitag ohne Not aufgewertet.

Außerdem hat der Mitgliederparteitag am Rand der Republik und im Gebiet eines Landesverbandes, der klar dem linksliberalen Flügel zugerechnet werden kann, sicherlich nicht dazu geführt, daß eine repräsentative Auswahl der Mitglieder zusammengekommen ist.

Austreten wäre jetzt allerdings der falsche Weg! Keine Satzung ist in Stein gemeißelt, und wichtiger als die Satzung selbst ist die Art und Weise, wie wir mit ihr umgehen, wie wir sie deuten und mit Leben füllen.
Gestützt auf die Basis unserer Partei, wollen wir weiter daran arbeiten, daß die Alternative für Deutschland endlich den Anspruch einlöst, der in ihrem Namen steckt und ein echtes Gegenangebot zur Politik der etablierten Parteien entwickelt.

Was als nächstes ansteht, ist das Programm, bei dem wir darauf hinwirken werden, endlich einen klaren Gegenentwurf zu jenem 68er-Ungeist vorzulegen, der die etablierten Parteien beherrscht. Das wird die eigentliche Nagelprobe unserer Partei.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform