In der ZEIT vom 17.12.2014 werde ich, Hans-Thomas Tillschneider, in einem langen Artikel über das Verhältnis von AfD und Pegida erwähnt.

Dieser Artikel steckt voller Gerüchte, verdrehter und falsch interpretierter Behauptungen.

Richtig ist im Grunde nur, daß ich AfD-Mitglied und im Landesvorstand Sachsen aktiv bin, daß ich bei den Pegida-Demonstrationen mitgelaufen bin und dem Leipziger Ableger Legida als Berater zur Verfügung stehe.

Ich aber habe nicht behauptet, die DNA des Islam enthalte ein Welteroberungsprogramm – so einen Blödsinn würde ich nie behaupten. Ich habe dem Journalisten, als wir über den unreformierten, orthodoxen Islam (!) gesprochen haben, die Unterscheidung zwischen dar al-islam („Haus des Islam“) und dar al-harb („Haus des Krieges“) erklärt. Im sunnitisch-orthdoxen Weltbild teilt sich die Welt in ein „Haus des Friedens“, die islamische Welt, und ein „Haus des Krieges“, die noch für den Islam zu gewinnende Welt.

Ebenso habe ich nicht behauptet, die Macht der Islamverbände „brechen“ zu wollen, sondern, daß die Islamverbände ein Gegengewicht und Gegenspieler brauchen, so ähnlich wie Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften.

Ich habe auch nicht gegen den Moscheebau in Leipzig „mobil“ gemacht, sondern in diesem Zusammenhang eine Bürgerbefragung gefordert, mit der Begründung, daß die Bürger eine Großmoschee akzeptieren müssen.

Ich habe noch viel gesagt, woraus der Journalist meine Intentionen hätte erschließen können – er hat eben das nicht gebracht.

Der Gipfel und die Offenbarung einer rein destruktiven Absicht aber liegt darin, daß er, obwohl ich ihm erklärt habe, daß daran nichts Wahres ist, die Falschbehauptung abdruckt, ich hätte bei einer Veranstaltung der AfD-Jugend damit geprahlt, einen der Täter zu kennen, die Schlachtabfälle auf dem Moscheegelände abgelegt haben. Ich habe nichts dergleichen getan, kenne keinen der Täter und heiße ihre Tat nicht gut.

Hans-Thomas Tillschneider