HANS-THOMAS TILLSCHNEIDER hat das in seinem Beitrag „Pegida statt Hogesa!“ vom 11. November (http://patriotische-plattform.de/…/…/11/pediga-statt-hogesa/) gut beschrieben: „Pegida strahlt Ruhe und Disziplin aus, Unaufgeregtheit und Vernunft. Wer hier mitläuft, muß sich nicht mit Sprechchören aufstacheln. Er hat es sich gut überlegt und weiß, was er tut.“ Sie hat das Zeug zu einer Volksbewegung. Die etablierten Medien agitieren gegen sie, was dasselbe hält. Ich habe Deja-vu-Erlebnisse zum Herbst von 1989. Auch damals warnten alle Medien (der DDR) in ihrer gewohnten Einheitsfront eindringlich davor, an diesen „obskuren“ Demonstrationen teilzunehmen und beschworen die Errungenschaften des realen Sozialismus, die durch diese verantwortungslosen „Elemente“ gefährdet werden würden. Heute sei angeblich der Ruf eines „weltoffenen“ Dresden in Gefahr. Das Gegenteil ist wahr: Die Pegida-Leute greifen die größte Errungenschaft der Revolution von 1989 auf und tragen sie weiter: Ihre Friedlichkeit. „Keine Gewalt!“ ist damals wie heute ein Motto und eine politische Kultur, mit dem/der sie Sachsen und Deutschland nur Ehre machen können.

Sie stärken auch ausdrücklich die Asylbewerber, die aus Kriegsnöten fliehen mussten und die wegen ihrer politischen und religiösen Ansichten auf lebensbedrohliche Weise verfolgt wurden. Diesen Menschen kann Deutschland nur weiter helfen, wenn es aufhört, „Flüchtlinge“, die hier andere Menschen überfallen und mit Drogen dealen, zu hätscheln und ihnen immer wieder neu „eine Chance zu geben“. Das funktioniert bei keiner Sorte Intensivtätern, weder bei Deutschen, noch bei Nichtdeutschen. Letztere konsequent abzuschieben und – sobald – nicht wieder einreisen zu lassen, ist im Interesse aller, der ehrlichen Asylbewerber, der alteingessenen Deutschen und sogar der Kriminellen selbst.

Die deutsche Gesellschaft macht sich mitschuldig daran, dass Letztere immer weiter auf einen falschen Weg abirren, wenn sie zu feige und unentschlossen ist, ihnen ein konsequentes und praktisch wirksames „So nicht!“ entgegenzustellen. Bei der Menschenerziehung muss die Freundlichkeit prinzipiell mit Stärke verbunden sein, das gilt erst recht natürlich für die, die das Leben bereits mit allen Wassern gewaschen hat. Das war bestimmt nicht ihr persönlicher Wunsch, sondern ihr aus Not geborenes Schicksal. Trotzdem ändert das nichts daran, dass sie nun neben Empathie und Fürsorge auch Klarheit und Stärke brauchen, um eine Chance zu haben, sich (wieder) in ein gutes menschliches Miteinander einzuordnen.

Ich stelle mir vor, was passieren würde, wenn Deutsche im asiatischen, arabischen oder afrikanischen Ausland dealen würden, wenn sie dort ein solches Teufelszeug wie Crystal-Meth an den Jungen oder das Mädchen gebracht hätten und dann die Versuche der dortigen Polizei, das zu unterbinden, als rassistische Diskriminierung verurteilen würden. Dazu käme es wahrscheinlich gar nicht mehr, denn sie wären vorher schon tot:

„Alle, die ihr Scheitern auf die Deutschen schieben, machen sich was vor. Deutschland ist ein gastfreundliches Land. Man muss hier nicht kriminell werden, weil man keine Chance hat. Die Gastfreundschaft, die du hier erfährst, erfährst du nirgendwo auf der Welt. Wenn sich ein Deutscher in der Türkei benehmen würde, wie die Türken sich hier in Kreuzberg benehmen – die würden den wahrscheinlich niederstechen.“ (Aykut Anhan alias „Haftbefehl“, Gangsta-Rapper im SPIEGEL vom 8.12.2014)

Wie weit auseinander sich das Zweierlei des Maßes unserer politischen Klasse – der Einheitsfront von CDU/CSU, SPD, FDP, Grünen und Linken – schon gespreizt hat, zeigt sich in allen für sie kritischen Situationen besonders deutlich, so auch im Fall von Pegida: Da erklärt der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) am 26.11.14:

„Der Rechtsextremismus ist und bleibt Schwerpunkt der Arbeit unserer Sicherheitsbehörden.“ Er begründet das damit, dass sich aus einer aktuellen Studie des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung ergeben hätte, dass zur rechten Szene in Sachsen 70 sogenannte Intensivtäter – sie haben in den vergangenen 10 Jahren mindestens vier Gewalttaten verübt – gehören. (LVZ vom 27.11.14, S. 1)

Am 29.11.14 lese ich – wieder in der Leipziger Volkszeitung – ein Interview mit Geert Mackenroth (CDU), dem designierten sächsischen Ausländerbeauftragten. Die fragende Journalistin bezeichnet die Pegida ohne Umschweife und mit selbstverständlicher Beiläufigkeit gleich in der ersten Frage als „rechtsradikal“. Dem CDU-Sachsen ist es keine Erwiderung wert, dass seine sächsischen Mitbürger so abgestempelt werden. Das jetzt nur nebenbei. Mir kommt es auf Folgendes an:

„Der Innenminister hat kürzlich aktuelle Zahlen vorgetragen: Im Freistaat gibt es derzeit etwa 160 Asylbewerber, die zehn oder mehr Straftaten begangen haben.“ (LVZ vom 29.11.14, S. 3) Nicht mindestens vier, sondern zehn oder mehr Straftaten! Ich bin überzeugt, dass sie in die Kriminalitätsstatistik nur Aufnahme gefunden haben, wenn sie mindestens ebenso schwerwiegend sind wie die oben bei den rechtsextremen Intensivtätern genannten Gewalttaten. (Ich lasse mich durch einen Faktencheck gern vom Gegenteil überzeugen.)

Also: Die einen bleiben natürlich Schwerpunkt der Arbeit der Sicherungsbehörden, denn 70 Intensivtäter mit mindestens vier Straftaten aus den vergangenen 10 Jahren sind schlimm genug – in der Tat: das sind sie – und bei den anderen, den Asylbewerbern, sind 160 Intensivtäter mit mindestens zehn Straftaten, die sie bestimmt in kürzerer Zeit als zehn Jahren verübt haben, in Wirklichkeit gaaanz wenig. Das müsse man alles im Verhältnis sehen, und das sei ja überhaupt am besten nicht einmal der Rede (darüber) wert.

Das ist sie – die doppelte Moral unserer politischen Klasse, und dann wundert sie sich, dass immer mehr zu Pegida kommen, obwohl sie dem störrischen Volk doch nun schon so oft erklärt haben, welche große Bereicherung Ausländer prinzipiell und von vornherein für Deutschland sind, und sie werden es noch bunter und schicker tun mit immer neu bewilligten Geld für Kampagnen „gegen rechts“ (für eine Halbwelt also, die nur noch aus der linken Seite und der Mitte besteht?) und nach den allerneuesten Erkenntnissen der Didaktik für begriffsstutzige Schüler – es wird trotzdem nichts nutzen.

Nur in einer Beziehung bin ich einer etwas anderen Meinung als die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“: Für mich ist der oberste Wert nicht das „christlich-jüdische Abendland“, sondern das, was die deutsche Nation oder Deutschsein ausmacht. Die Nation und der Staat müssen vor der Religion kommen und nicht umgedreht. Unter dieser Bedingung können Moslems durchaus eine Bereicherung für Deutschland sein. Die deutsche Gesellschaft hat z.B. entschieden mehr Zusammengehörigkeitsgefühl schon in ihren Familien nötig und klarere Strukturen bezüglich der sozialen Plätze von Alten, Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Auch das unsägliche Gender-mainstreaming (allein dieses Wort ist in deutschen Texten schon eine Zumutung) kann gut islamische Traditionen und Werte als Gegengewicht gebrauchen. (Die offiziellen Vertreter der Kirchen in Deutschland sind ja selbst immer mehr auf diesen Gender-Zug aufgesprungen, aber nicht um ihn umzulenken, sondern um bequem in ihm mitzureisen. Dafür haben sie ihren Heiligen Geist gegen den der Zeit ausgetauscht.)

In diesem Sinn ist Deutschland nicht nur objektiv ein Einwanderungsland (sogar das begehrteste der Welt), sondern auch kollektiv-subjektiv in den Augen deutscher Patrioten. Niemals dürfen wir Deutsche so arrogant werden, die Zuneigung von Ausländern zu unserem Land, ihre Bereitschaft, Deutsche zu werden, zu missachten. Manche wählen bewusst Deutschland, um eine Alternative für den US-amerikanischen Lebensstil zu finden, der mit großer Selbstverständlichkeit, den Anspruch erhebt und auch militärisch durchzu-setzen versucht, die Leitkultur der Welt zu sein.

Die Welt ist aber multipolar, wie das z.B. auch WLADIMIR PUTIN zu Recht betont. Flüchtlinge, die mit ihren Fähigkeiten die deutsche Kultur und ihre Geltung in der Welt stärken wollen und damit dann auch sich selbst und ihre Familien, sind uns hoch willkommen. Ich finde es zum Beispiel sympathisch, dass Rapper aus dem islamischen Kulturkreis wie der oben zitierte „Haftbefehl“ die deutsche Sprache bei ihren Liedern bevorzugen im Gegensatz zu vielen jungen Deutschen, die die US-amerikanische Kultur und Sprache, scheint’s, unkritisch anhimmeln und ihrer eigenen vorziehen.

Um Asylbewerber vor der vorurteilsbehafteten Unterstellung zu bewahren, sie wollten hier nicht mit ihrer Vitalität und Kreativität zum Erfolg Deutschlands beitragen, das ja zur Grundlage ihres eigenen Lebens geworden ist, sondern sie kämen anstatt dessen vor allem, um unsere Sozialleistungen, einschließlich des Kindergelds, abzukassieren, sollten diese einerseits nur für deutsche Staatsbürger bezahlt werden und andererseits jeder Ausländer, der sich bei uns wirklich integrieren will, ermutigt und unterstützt werden, es zu werden (dann aber ohne Wenn und Aber und ohne die Hintertür einer doppelten Staatsbürgerschaft). Die, die es – noch – nicht sein können oder wollen, bekommen hier Sach- und Ernährungsbeihilfen zum Überleben. Deswegen, um überleben zu können, waren sie ja aus ihrer Not und Lebensgefahr geflohen und nicht um hier von vornherein, ohne zu arbeiten, Gelder zu kassieren. Insofern ist es auch ganz wichtig, Asylanträge, wie Pegida fordert, sehr schnell zu bearbeiten, und denen, die anerkannt werden, zu ermöglichen und zu helfen, in Deutschland mit eigener Arbeit Geld zu verdienen.

Ich sehe die Sprache ähnlich wie die Franzosen als entscheidenden Punkt nationaler Zugehörigkeit. Wer Deutscher werden will, muss Deutsch letztendlich ähnlich gut beherrschen wie seine Muttersprache. Englisch kann absolut kein Ersatz dafür sein. Zu viele Ausländer setzen das in Deutschland voraus, zumindest die, die in deutschen Universitäten oder Unternehmen arbeiten, in denen die Deutschen selbst ihre Sprache abgeschafft haben. Es ist also eher ein Problem der Selbstverständlichkeit unseres eigenen Minderwertigkeitsgefühls als der mangelnden Bereitschaft derer, die von den Deutschen selbst immer wieder bewiesen bekommen, dass es reicht, hier in Deutsch-Land nur Englisch zu können. (Sie sind seit Jahren hier und alle ihre deutschen Freunde und Partner reden ganz selbstverständlich nur Englisch mit ihnen. Wenn mir das im Ausland mit meiner Muttersprache so ginge, würde mir auf die Dauer auch jede Motivation abhanden kom-men, noch die Landessprache zu lernen.)

„Deutsche Patrioten aller Art, vereinigt Euch!“ Das ist ein Gebot der Stunde. Die Tatsache, dass NPD-Leute bei diesen „Abendspaziergängen“ mitlaufen, kann kein Grund sein, Pegida nicht zu unterstützen. Abgesehen davon, dass es ein im Kern nazistisches Denken ist, andere Menschen zu „Untermenschen“ zu erklären, die für immer ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe verwirkt hätten, müssen auch deswegen gerade die nichtrechtsextreme Patrioten bei Pegida mitmachen, um den Einfluss der Ganz-Rechten weiter so klein zu halten, wie er es jetzt ist.

„Keine Gewalt!“ muss ein Leitmotto von Pegida bleiben. Die „Antifaschisten“ mit ihren naiven bürgerlichen und kirchlichen Unterstützern haben schon ihr wahres Gesicht gezeigt, indem sie friedliche Demonstranten auf ihrem Nachhauseweg verprügelt haben. Das findet in den Staatsmedien von heute genauso wenig statt wie die „Aktuelle Kamera“ oder das „Neue Deutschland“ anno dazumal bereit und in der Lage waren, die Realität, wie sie ist, zur Kenntnis zu nehmen und darüber objektiv zu berichten.

Die Polizisten erleben am eigenen Leib, wer sich von den Demonstranten an die vereinbarten Regeln halten kann, human und tolerant ist, die Pegida-Anhänger oder die „Antifaschisten“ mit ihrem Anhang. Das wird sich immer mehr in der Gesellschaft herumsprechen. Die „Antifaschisten“ werden die Montagsdemonstrationen in Dresden nicht mehr verhindern können, trotz der stillschweigenden Duldung ihrer Gewalttätigkeiten durch die Biedermänner der etablierten Politik, dafür sind es inzwischen schon zu viele Demonstranten.

Ich fürchte, ein Teil der Pegida-Gegner, militante Linksextreme, wird nicht so vernünftig sein wie die DDR-Sicherheitsorgane am 9. Oktober 1989 in Leipzig und angesichts der Massen auf Gewalt verzichten. Es wird dann sehr interessant sein zu sehen, wie die offizielle Politik von heute darauf reagiert. Es ist für sie eine „Verlust-Verlust-Situation“, sie verlieren in jedem Fall: Wenn sie Teile der berechtigten Pegida-Anliegen aufgreifen, werden sie von den anderen „demokratischen“ Parteien abgewatscht und selbst zu „Nazis“ erklärt. Tun sie es nicht, verlieren sie immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung. Bei den nächsten Wahlen bekommen sie die Quittung, wenn die AfD als echte und einzige parlamentarische Alternative gegen den deutsch- und inländerfeindlichen Einheitsbrei der etablierten Parteien zur Verfügung steht