Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, will den 1. Juli zum Gedenktag gegen antiislamischen Rassismus erklärt wissen, und hat damit offenkundigen Unsinn von sich gegeben.

Der Islam nämlich ist keine Rasse, sondern eine Religion, die sich auch und gerade ihrer eigenen Theologie nach an alle Menschen unabhängig von Herkunft und Abstammung richtet.

Man müßte also, wenn überhaupt, dann von antiislamischer Aggression sprechen. Körperliche und verbale Gewalt, die sich gegen Muslime richtet, richtet sich aber im Wahrheit schlicht gegen Ausländer, nicht gegen deren religiöses Bekenntnis. Das war auch im Fall des tragischen Mordes an einer Ägypterin so, an den der Gedenktag erinnern soll.

Wir erkennen in Aiman Mazyeks Vorstoß den Versuch eines Verbandsvorsitzenden, Gewalt gegen Ausländer, die so verwerflich ist, wie jede andere Form von Gewalt gegen Menschen auch, für das Anliegen der Islamverbände nutzbar zu machen. Und eben das weisen wir entschieden zurück!

Sitte und Anstand gebieten, daß wir menschliche Tragödien nicht politisch instrumentalisieren. Verbrechen werden nicht schlechter oder besser dadurch, daß ihnen ideologische Motivationen zugrunde liegen. Unsere Gesellschaft braucht keine Märtyrerfiguren, sondern einen Neuansatz in der Integrationspolitik.

Der Vorstand der Patriotischen Plattform